Die Mandelblüte entstand im Februar 1890 in Saint-Rémy-de-Provence und war von Anfang an als Geschenk gedacht – für ein Kind, das drei Wochen zuvor auf die Welt gekommen war.
Van Goghs Mandelblüte war ein Geschenk zur Geburt
Am 31. Januar 1890 kam in Paris Vincent Willem van Gogh zur Welt, der Sohn von Theo van Gogh und seiner Frau Jo, benannt nach dem Onkel.
Für die Wand über der Wiege dieses Kindes malte van Gogh das Bild. Der Mandelbaum blüht in der Provence als einer der ersten im Jahr, oft schon im Februar, wenn sonst noch nichts treibt – für ein Neugeborenes ein naheliegendes Motiv.
Der Junge, für den es entstand, gründete Jahrzehnte später das Van Gogh Museum in Amsterdam, wo das Bild bis heute hängt.
Der japanische Blick
Van Gogh sammelte japanische Farbholzschnitte, und in diesem Bild ist ihr Einfluss deutlich zu sehen: Es gibt keinen Horizont, keine Erde und keinen vollständigen Baumstamm, sondern nur Zweige, die von den Bildrändern angeschnitten werden, vor einem durchgehend türkisblauen Grund.
Diese Bildidee – ein Ausschnitt statt einer Ansicht – stammt aus dem japanischen Holzschnitt und erklärt, warum das Motiv als Druck an einer hellen Wand so ruhig wirkt.
Für wen hat van Gogh die Mandelblüte gemalt?
Für seinen Neffen und Namensvetter Vincent Willem van Gogh, geboren am 31. Januar 1890. Das Bild sollte über der Wiege hängen.
Wo hängt die Mandelblüte heute?
Im Van Gogh Museum in Amsterdam. Gegründet wurde das Museum von genau jenem Neffen, für den das Bild gemalt wurde.
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