1979 zeigte eine Röntgenaufnahme, dass in der kahlen Rückwand dieses Bildes noch ein zweites steckt: ein Amor mit Bogen. Vermeer hatte die Briefleserin am offenen Fenster zwischen 1657 und 1659 gemalt; das Gemälde gehört der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden.
- Künstler
- Jan Vermeer (1632–1675)
- Entstehung
- 1657 bis 1659
- Technik
- Öl auf Leinwand
- Maße des Originals
- 83 × 64,5 cm
- Original
- Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden
Briefleserin am offenen Fenster: wer den Amor übermalt hat
Lange galt Vermeer selbst als derjenige, der die Wand wieder zugemalt hatte. Von 2017 bis 2021 untersuchte die Gemälderestaurierungswerkstatt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden das Bild.
Das Ergebnis: Die Übermalung stammt nicht von Vermeer, sondern entstand um 1700, Jahrzehnte nach seinem Tod, von fremder Hand. Sie wurde abgenommen. Seit dem 10. September 2021 ist ein stehender Amor mit Bogen, Pfeilen und zwei Masken zu sehen.
Aus einem Brief wird ein Liebesbrief
Mit dem Amor ändert sich, was das Bild erzählt: Aus einer Frau, die einen Brief liest, wird eine Frau, die einen Liebesbrief liest.
Ältere Bildvorlagen zeigen weiterhin die kahle Rückwand. Für einen Druck, den Sie hier bestellen, bieten wir Ihnen beide Varianten an, ohne und mit Amor.
Wo hängt die Briefleserin am offenen Fenster?
In der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden.
Was wurde bei der Restaurierung entdeckt?
Ein übermalter Amor an der Rückwand. Die Untersuchung von 2017 bis 2021 ergab, dass die Übermalung nicht von Vermeer stammt, sondern um 1700 von fremder Hand aufgetragen wurde.
Seit wann ist der Amor wieder zu sehen?
Seit dem 10. September 2021. Entdeckt wurde er schon 1979 auf einer Röntgenaufnahme.
Zeigt der Kunstdruck den Amor?
Nein. Die hier abgebildete Vorlage gibt den Zustand vor der Restaurierung wieder, also die kahle Rückwand. Aber wir bieten Ihnen auch die ursprüngliche Variante an, mit Amor an der Rückwand.
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