Expressionismus (orangee Bilder)
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Der Expressionismus ist eine Kunstrichtung des frühen 20. Jahrhunderts, in der Künstler nicht mehr abbilden wollten, was sie sahen, sondern ausdrücken, was sie empfanden. Typisch sind starke, oft naturferne Farben, vereinfachte oder verzerrte Formen, Auflösung von Perspektiven und ein sichtbarer, kräftiger Pinselstrich. Der zeitliche Schwerpunkt der Bewegung liegt etwa im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts, ihre Zentren waren Dresden, Berlin und München.
Bei Bildergipfel finden Sie expressionistische Bilder als Kunstdruck: maßgenau gefertigt auf feine Kunstdruck-Papiere oder Künstlerleinwand, auf Wunsch gerahmt.
Was ist Expressionismus?
„expressio" ist lateinisch für „Ausdruck". Genau darin liegt der Unterschied zum Impressionismus, der wenige Jahrzehnte zuvor entstanden war. Der Impressionismus hielt den flüchtigen Eindruck fest — Licht, Wetter, einen Moment im Garten. Der Expressionismus kehrt die Blickrichtung um: Nicht die Welt bestimmt das Bild, sondern das Empfinden des Malers bestimmt, wie die Welt im Bild aussieht. Ein Pferd darf blau sein, ein Himmel rot, ein Gesicht grün.
Einen verbindlichen Stilkanon gab es im Expressionismus nie. Was die Maler verband, war eine Haltung. Deshalb liegen zwischen einem schroffen Berliner Straßenbild von Ernst Ludwig Kirchner und einem heiteren Parkbild von August Macke Welten — beide gehören trotzdem zur selben Bewegung.
- Farbe als Ausdrucksmittel, nicht als Abbild — Farben werden gesteigert und lösen sich von der Naturvorlage
- Vereinfachte, oft kantige Formen — Details entfallen zugunsten der Bildwirkung
- Sichtbarer Farbauftrag — grobe Pinselstriche, gespachtelte Flächen, harte Konturen
- Starke Kontraste — Komplementärfarben wie Blau und Orange treffen direkt aufeinander
- Themen mit innerer Spannung — Großstadt, Landschaft, Akt, Natur als Gegenwelt, das Tier als Sinnbild
Bekannte Werke des Expressionismus
Fünf Werke, die für den Expressionismus und sein Umfeld stehen. Edvard Munchs „Der Schrei" entstand als Vorläufer bereits vor 1900. Alle fünf und ca. 7000 weitere Motive finden Sie bei uns als Kunstdruck:
- Blaues Pferd I (1911) von Franz Marc — Öl auf Leinwand, 112 × 84,5 cm, heute im Lenbachhaus München; ein Hauptwerk seiner Farbsymbolik
- Berliner Straßenszene (1913) von Ernst Ludwig Kirchner — aus dem Zyklus der elf Berliner Straßenszenen, die zwischen 1913 und 1915 entstanden; das Original hängt in der Neuen Galerie in New York
- Der Schrei (Pastellfassung 1895) von Edvard Munch — genau diese Fassung wurde 2012 bei Sotheby's für rund 120 Millionen US-Dollar versteigert
- Das helle Haus (1914) von August Macke — ein Aquarell aus Mackes letztem Schaffensjahr
- Senecio (1922) von Paul Klee — ein Kopf, aufgebaut aus reinen Farbfeldern
Jedes dieser Motive fertigen wir in Ihrer Wunschgröße — vom kleinen Format fürs Arbeitszimmer bis zum großformatigen Wandbild.
Die wichtigsten Expressionisten
Der Expressionismus hat keinen einzelnen Kopf. Diese Künstler prägen ihn — mit einem Klick kommen Sie zu allen Motiven des jeweiligen Malers:
- Franz Marc (1880–1916)
- Tierbilder in leuchtenden Farben, Mitbegründer des Blauen Reiters
- August Macke (1887–1914)
- Heitere Alltagsszenen, Parks und Flaneure; rheinischer Expressionismus
- Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938)
- Großstadt und Berliner Straßenszenen, Mitbegründer der Brücke
- Wassily Kandinsky (1866–1944)
- Weg vom Gegenstand hin zur Abstraktion
- Paul Klee (1879–1940)
- Farbfelder, Zeichenhaftes, eigenwilliger Bildwitz
- Alexej von Jawlensky (1864–1941)
- Porträts und Köpfe in flächigen, kräftigen Farben
- Max Pechstein (1881–1955)
- Brücke-Mitglied; Badende, Landschaften und Südseemotive
- Paula Modersohn-Becker (1876–1907)
- Wegbereiterin der Moderne, Porträts und Stillleben aus Worpswede
- Edvard Munch (1863–1944)
- Norwegischer Wegbereiter, seelische Zustände als Bild
- Egon Schiele (1890–1918)
- Österreichischer Expressionismus, kantige Figuren und Porträts
- Max Beckmann (1884–1950)
- Figurenbilder und Selbstbildnisse zwischen den Kriegen
Brücke und Blauer Reiter: die zwei Künstlergruppen
Die Brücke gründeten am 7. Juni 1905 vier Architekturstudenten in Dresden: Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff. Später kamen Max Pechstein, Otto Mueller und Cuno Amiet dazu, zeitweise Emil Nolde. Ihre Bildsprache ist schroff, ihre Themen Akt, Landschaft und Großstadt. Im Mai 1913 löste sich die Gruppe in Berlin auf.
Der Blaue Reiter entstand 1911 in München um Wassily Kandinsky und Franz Marc, dazu August Macke, Gabriele Münter, Alfred Kubin, Heinrich Campendonk und Paul Klee. Er hatte weder Satzung noch Mitgliederliste — Kandinsky und Marc verstanden ihn als Redaktionsgemeinschaft. Die erste Ausstellung organisierten die beiden in nur zwei Wochen; sie eröffnete am 18. Dezember 1911 in der Modernen Galerie Thannhauser in München. Der gleichnamige Almanach erschien im Mai 1912 im Münchner Piper-Verlag. Die Bildsprache ist geistig und symbolisch, auf dem Weg zur Abstraktion; mit dem Ersten Weltkrieg zerfiel die Gruppe — Macke fiel 1914, Marc 1916. Eine sehr große Sammlung von Bilder des Blauen Reiter befindet sich in einer Dauerausstellung im Münchner Lehnbach Haus.
Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin gehören zum selben Münchner Umfeld: Sie hatten 1909 mit Kandinsky die Neue Künstlervereinigung München gegründet, blieben bei der Trennung im Dezember 1911 aber dort und stellten nicht mit dem Blauen Reiter aus.
Eine dritte Größe steht neben beiden Gruppen: der rheinische Expressionismus um August Macke — farbfroher und harmonischer als die Brücke, gegenständlicher als der Blaue Reiter.
Ein dunkles Kapitel gehört zur Geschichte dieser Kunst dazu. Am 19. Juli 1937 eröffneten die Nationalsozialisten in München die Propagandaschau „Entartete Kunst" mit 650 beschlagnahmten Werken aus 32 deutschen Museen. In der Beschlagnahmeaktion wurden über 20.000 Werke von mehr als 1.400 Künstlern aus rund 100 deutschen Sammlungen entfernt, viele verkauft oder zerstört. Fast alle bedeutenden Expressionisten waren betroffen.
Expressionistische Motive: Landschaften, Porträts, Stillleben
Wenn Sie kein bestimmtes Werk suchen, sondern ein bestimmtes Motiv, führen Sie diese Gruppen am schnellsten zum passenden Bild.
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Welches expressionistische Bild passt in welchen Raum?
Expressionistische Bilder sind farbstark. Zwei Überlegungen helfen bei der Auswahl.
Das Farbklima des Raums. Bilder mit dominanten Rot-, Orange- und Gelbtönen — viele Werke von Macke und Klee — setzen sich vor hellen, neutralen Wänden gut durch. Vor bereits farbigen Wänden wirken ruhigere Motive mit blauen und grünen Flächen, etwa Marcs Tierbilder oder expressionistische Landschaften.
Der Betrachtungsabstand. Großformatige Motive mit klaren Farbflächen wie Kirchners Straßenszenen brauchen Abstand: Wohnzimmer, Flur, Treppenaufgang. Kleinteilige Arbeiten mit feiner Zeichnung, etwa von Paul Klee oder Egon Schiele, wirken auf kurze Distanz und passen ins Arbeitszimmer oder in eine Bildergruppe.
Zur Größe eine Faustregel: Ein Bild über einem Sofa oder einer Kommode wirkt ausgewogen, wenn es etwa zwei Drittel der Möbelbreite einnimmt. Da wir maßgenau fertigen, können Sie jedes Motiv genau auf dieses Maß bestellen.
Was ist typisch für den Expressionismus?
Typisch sind gesteigerte, von der Naturvorlage gelöste Farben, kantig vereinfachte Formen und ein grober, sichtbar stehen gelassener Farbauftrag. Häufige Themen sind Großstadt, Akt, Tier und Landschaft. Datiert wird die Bewegung meist auf 1905 bis 1925, mit Zentren in Dresden, Berlin und München.
Welche Künstler gehören zum Expressionismus?
Zu den Vertretern zählen Franz Marc, August Macke, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, Gabriele Münter, Max Pechstein, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Emil Nolde. Edvard Munch, Vincent van Gogh und Paula Modersohn-Becker gelten als Wegbereiter.
Was war der Unterschied zwischen Brücke und Blauem Reiter?
Die Brücke wurde am 7. Juni 1905 in Dresden von vier Architekturstudenten gegründet und malte schroff, kantig und großstädtisch; sie löste sich im Mai 1913 in Berlin auf. Der Blaue Reiter entstand 1911 in München um Wassily Kandinsky und Franz Marc und suchte das Geistige und Symbolische — bis hin zur Abstraktion.
Was sind bekannte expressionistische Werke?
Dazu zählen „Blaues Pferd I" (Franz Marc, 1911), die Berliner Straßenszenen (Ernst Ludwig Kirchner, 1913–1915), „Das helle Haus" (August Macke, 1914) und „Senecio" (Paul Klee, 1922). „Der Schrei" von Edvard Munch entstand bereits ab 1893 und gilt als Wegbereiter. Munch schuf davon vier Fassungen — zwei in Tempera und zwei als Pastell — sowie 1895 eine Lithografie.
Was ist der Unterschied zwischen Impressionismus und Expressionismus?
Der Impressionismus hält den äußeren Eindruck eines Augenblicks fest — Licht, Atmosphäre, Bewegung. Der Expressionismus gibt den inneren Ausdruck des Künstlers wieder und verändert dafür Farbe und Form bewusst gegenüber der Natur. Zeitlich folgt der Expressionismus dem Impressionismus und grenzt sich bewusst von ihm ab.
Wo kann man expressionistische Bilder kaufen?
Bei Bildergipfel erhalten Sie expressionistische Bilder als Kunstdruck — maßgenau in Ihrer Wunschgröße, auf feinem Kunstdruck-Papier oder Künstlerleinwand, auf Wunsch mit Rahmen und Passepartout. Den Preis sehen Sie direkt beim jeweiligen Motiv, sobald Sie Größe und Material gewählt haben.
Expressionistische Kunstdrucke kaufen
Alle Kunstdrucke fertigen wir einzeln für Sie an. Der Endpreis hängt von Format, Material und Rahmung ab — Sie sehen ihn direkt beim jeweiligen Motiv, sobald Sie Ihre Wunschgröße gewählt haben.
- Maßgenau: Jedes Motiv in Ihrer Wunschgröße, nicht nur in Standardformaten
- Material nach Wahl: Feine Kunstdruck-Papiere oder Künstlerleinwand
- Rahmung auf Wunsch: Rahmen und Passepartout — das ist der Kartonrahmen zwischen Bild und Glas, der dem Motiv Abstand gibt
Beratung zu Motiv und Rahmung
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