Ritter, Tod und Teufel entstand 1513 als Kupferstich. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe führt ihr Exemplar unter der Inventarnummer I 868 und gibt 24,5 mal 18,8 Zentimeter an. Dürer selbst nannte das Blatt schlicht „Der Reuter".
Ritter, Tod und Teufel: Dürers Kupferstich von 1513
Der heute geläufige Titel stammt nicht von Dürer. In seinen eigenen Aufzeichnungen heißt das Blatt „Der Reuter", also der Reiter, und die Kunsthalle Karlsruhe führt es bis heute als „Der Reiter (Ritter, Tod und Teufel)". Der dreiteilige Name kam erst später auf und beschreibt, wer alles im Bild vorkommt.
Zusammen mit Melencolia I und Hieronymus im Gehäus, beide 1514, bildet das Blatt die Gruppe der drei Meisterstiche. Die Bezeichnung ist seit dem 19. Jahrhundert üblich und meint die Ausführung dieser drei Blätter; ihr fast gleiches Format und die Entstehung in zwei Jahren kommen hinzu. Wie die drei zusammengehören, ist in der Forschung umstritten.
Ein Kupferstich hat kein einzelnes Original
Ein Gemälde gibt es genau einmal, und es gehört einem Haus. Bei einem Kupferstich ist das anders: Dürer hat die Zeichnung seitenverkehrt in eine Kupferplatte geschnitten, und von dieser Platte wurden Abzüge gedruckt. Zu seinen Lebzeiten entstanden sie in seiner Werkstatt; nach seinem Tod wurde von derselben Platte weitergedruckt. Fachleute unterscheiden Lebzeitendrucke und spätere Abzüge am Papier.
Deshalb besitzt kein Haus „das" Ritter, Tod und Teufel, sondern viele Häuser besitzen je ein Exemplar. Belegt sind unter anderem die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, das Städel Museum in Frankfurt, die Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg und das Kupferstichkabinett in Berlin.
Was auf dem Bild zu sehen ist
Ein Ritter in voller Rüstung reitet nach links durch die Enge eines Hohlwegs. Er sitzt auf einem kräftigen Pferd, die Lanze geschultert, am Schaft ein Fuchsschwanz. Sein Blick geht geradeaus.
Links neben ihm reitet auf einem mageren Klepper der Tod: ein bärtiger Kopf mit Schlangen um den Hals und einer Krone, in der Hand eine Sanduhr, die er dem Ritter entgegenhält. Rechts hinter dem Pferd folgt der Teufel, ein Mischwesen mit ziegenähnlichem Kopf, mehreren Hörnern und einem Spieß. Unten läuft ein langhaariger Hund mit. Am linken Bildrand liegen ein Totenschädel und eine Tafel mit der Jahreszahl und Dürers Monogramm aus A und D. Oben im Hintergrund steht eine Burg auf einem Felsen, kahles Geäst ragt in den schmalen Streifen Himmel.
- Künstler
- Albrecht Dürer (1471–1528)
- Entstehung
- 1513
- Technik
- Kupferstich
- Maße
- laut Kunsthalle Karlsruhe 24,5 × 18,8 cm
- Inventarnummer
- I 868 (Exemplar Karlsruhe)
- Titel des Museums
- Der Reiter (Ritter, Tod und Teufel)
- Dürers eigener Name
- Der Reuter
- Gruppe
- einer der drei Meisterstiche, mit Melencolia I und Hieronymus im Gehäus
Was zeigt das Bild Ritter, Tod und Teufel?
Einen gerüsteten Ritter zu Pferd, der durch einen Hohlweg reitet. Links begleitet ihn der Tod mit einer Sanduhr, rechts ein Mischwesen mit ziegenähnlichem Kopf und mehreren Hörnern, unten läuft ein Hund mit. Am Bildrand liegen ein Totenschädel und die Tafel mit Dürers Monogramm.
Wann hat Dürer Ritter, Tod und Teufel gestochen?
1513. Die Jahreszahl steht auf der Tafel unten links, zusammen mit seinem Monogramm.
Wie groß ist das Ritter-Tod-Teufel-Bild?
Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe gibt für ihr Exemplar 24,5 mal 18,8 Zentimeter an, ein Hochformat. Als Kunstdruck bestimmen Sie das Format selbst.
Wo hängt das Original?
Diese Frage hat bei einem Kupferstich keine eine Antwort. Gedruckt wurde von einer Platte in Auflage; Exemplare besitzen unter anderem Karlsruhe, das Städel in Frankfurt, Nürnberg und das Berliner Kupferstichkabinett.
Was kostet ein Kunstdruck von Ritter, Tod und Teufel?
Ab 35,00 Euro für den Druck ohne Rahmen. Den Endpreis nach Format, Material und Rahmung berechnet der Konfigurator auf dieser Seite.
Ritter, Tod und Teufel als Kunstdruck: Format und Material
Ein Kupferstich lebt von der Linie. Die Schraffuren im Fell des Pferdes, die Platten der Rüstung und das Haar des Hundes stehen auf dem Karlsruher Blatt auf 24,5 mal 18,8 Zentimetern dicht beieinander. Je größer Sie das Format wählen, desto weiter treten diese Linien auseinander.
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