Das Werk von Max Pechstein - Kunstdrucke und Wandbilder in Museumsqualität

Biographie Max Pechstein (1881–1955)
Max Pechstein zählt zu den zentralen Figuren des deutschen Expressionismus. Als Mitglied der Künstlergruppe Brücke entwickelte er zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine kraftvolle, farbintensive Bildsprache, die sich bewusst von akademischen Traditionen abwandte. Seine Werke zeugen von einem modernen Menschen- und Naturverständnis, das auf Unmittelbarkeit, Emotionalität und formaler Vereinfachung zielte.
Max Pechstein wurde in eine Arbeiterfamilie geboren. Da er schon als Jugendlicher ein besonderes Talent zeigte und entschlossen war, Maler zu werden, unterstützte ihn sein Vater und gab ihn bei einem Dekorationsmaler in Zwickau von 1896 bis 1900 in die Lehre. Anschließend studierte Pechstein an der Staatlichen Gewerbeschule und später als Meisterschüler von Otto Gussmann an der Kunstakademie in Dresden. Er entwarf Glas- und Wandmalereien, aber auch Mosaiken für verschiedene Architekten. Eine Begegnung mit Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel beeindruckte ihn und er trat 1906 der Künstlervereinigung „Brücke“ bei, die in Dresden gegründet wurde und sich dem Expressionismus verschrieben hatte. Er erhielt den Sächsischen Staatspreises 1907, danach reiste er nach Italien und später nach Paris.
Pechstein schuf vor allem Figurenbilder, teilweise mit exotischen Motiven von den Palauinseln, Stillleben sowie Landschaften, unter anderem vom Lebasee in Pommern und der Kurischen Nehrung. Dort beeinflusste er auch die Künstlerkolonie Nidden während seiner Aufenthalte zwischen 1909 und 1939.
Eine Jahresmappe der „Brücke“ von 1912 die Otto Mueller entwarf, wurde nicht veröffentlicht weil Max Pechsteins wegen der Teilnahme an einer Ausstellung in der „Berliner-Secession“ aus der „Brücke“ ausgeschlossen wurde. Es gab zur Secession sehr unterschiedliche Meinungen innerhalb der Gruppe. Ab 1908 war Pechstein in Berlin ansässig. Im Winter 1908/09 lernte er Lotte Kaprolat (1893–1965), Modell des Bildhauers Georg Kolbe in dessen Atelier kennen. Sie wurde bis 1920 zu Pechsteins beliebtestem Modell. Lotte blieb in seinen Bildern lange unerkannt, zum Beispiel auch in seinem Ölgemälde „Doppelbildnis“, auf dem Pechstein Lotte als seine Frau darstellt.
Er stellt sich und Lotte mit gleichartigen Hüten dar, womit er eine tiefe Verbundenheit mit Lotte zeigen wollte. Sein Blick und die Farbgebung des Bildes sollen dem Betrachter Ausgeglichenheit, Fröhlichkeit und seelische Verbundenheit des Paares vermitteln. Im Frühjahr 1911 heiraten sie in Deutsch-Wilmersdorf, aus der Ehe ging 1913 ein Kind hervor, der Sohn Frank.
1913/14 reiste Pechstein nach Palau, aber erst ab 1917 verarbeitete er die Eindrücke in seinen Bildern. Ebenso seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg, die er in Reisebildern und Lithographien verarbeitete. 1918 war er Mitbegründer der „Novembergruppe“ die 1935 von den Nationalsozialisten verboten wurde, sowie des Arbeitsrats für Kunst, der sich 1921 wieder auflöste. 1921 ließ sich Max Pechstein von Lotte scheiden und heiratete 1923 in zweiter Ehe Marta Möller. Im selben Jahr ernannte ihn die Preußische Akademie der Künste zu ihrem Mitglied. Gleichzeitig wurde ihm eine Professur übertragen.
Max Pechstein in der Zeit des Nationalsozialismus
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Pechstein seines Lehramtes enthoben. Seine Werke wurden in Ausstellungen „entarteter Kunst“ gezeigt. Eine Reaktion Pechsteins auf diese Präsentationen ist nicht überliefert. Während einige Mitglieder der Preußischen Akademie aus dieser austraten, entschied sich Pechstein zu bleiben. Komplizierter gestaltete sich sein Agieren in der Berliner Secession, deren Vorstand er seit Februar 1933 angehörte. Pechstein wollte die Secession als Ausstellungsforum erhalten. Während Mitglieder die Vereinigung aufgrund des angepassten Kurses verließen, verlas Pechstein auf einem Treffen am 25. April 1933 ein offizielles Communique des Vorstandes, in dem dieser den Willen zur Mitarbeit an der Errichtung des neuen Deutschlands bekundete. Wie Pechstein in einer geheimen Abstimmung gestimmt hat ist nicht bekannt. Jedoch muss davon ausgegangen werden, dass er den Kurs mittrug, denn die Berliner Secession hatte sich verschuldet und war auf staatliche Beihilfen angewiesen. Insgesamt bemühte sich Pechstein, als die NSDAP ihre Herrschaft festigte, nicht aufzufallen. Ende 1933 hatte Pechstein wenig Grund für Optimismus ob der kunstpolitischen Entwicklung und fühlte sich aufgrund der zahlreichen Emigranten in seinem Umfeld zunehmend vereinsamt.
Werke Pechsteins blieben auch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ausgestellt, so beklagte etwa Alfred Rosenberg 1934, dass viele expressionistische Werke noch der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Jedoch litt Pechstein an Verlust seines Status. Die Familie musste aufgrund der schlechten ökonomischen Lage auf die Ersparnisse zurückgreifen. Zwar konnte er einige Aquarelle in einer Ausstellung in Chemnitz verkaufen, dennoch gingen die Einkünfte erheblich zurück. 1937 wurde er aus der Akademie ausgeschlossen. Im Juli desselben Jahres wurden mehrere seiner Bilder in der „Ausstellung entartete Kunst“ diffamiert und 326 seiner Werke konfisziert. 1944 verbrannte ein großer Teil seiner Werke durch Kriegseinwirkungen.
Nachkriegszeit
1945 wurde Pechstein zum Professor an der Universität der Künste Berlin ernannt. An Lungentuberkulose erkrankt, starb Pechstein am 29. Juni 1955 in seiner Wohnung in West-Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Schmargendorf. 1980 wurde es zum Ehrengrab der Stadt Berlin.
Auszeichnungen von Pechstein
1931: Staatspreis der deutschen Regierung.
1952: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
1954: Kunstpreis des Senats von Berlin für sein Lebenswerk.
1955: Max Pechstein wurde kurz vor seinem Tod noch zum Teilnehmer der Documenta 1 in
Kassel ausgewählt.

















































